Wissenschaftsinitiative Integration

»Wissenschaftliches Wissen hält sich nicht an Staatsgrenzen. Die Ideen von Menschen anderer Kulturen, Religionen und Nationalitäten befördern das kreative Schaffen und bereichern letztlich uns alle.« Zu diesem Statement der Allianz der Wissenschaftsorganisationen vom Februar 2015 bekennt sich Fraunhofer nachdrücklich.

Standortkonzepte

Für eine erfolgreiche Integration der Geflüchteten ist u.a. eine schnelle Integration in den Arbeitsmarkt notwendig. Dazu will Fraunhofer seinen Beitrag unter den gegebenen Rahmenbedingungen leisten.

Eine Bewerbung auf ausgeschriebene Stellen steht jedem Geflüchteten frei. Alle bei Fraunhofer ausgeschriebenen Stellen sind hier zu finden.

Häufig zeigt sich jedoch, dass eine direkte Beschäftigung schwierig ist für den Geflüchteten und den möglichen Arbeitgeber. Daher bietet Fraunhofer über das Fraunhofer-Standortkonzept zusätzliche Praktika und Ausbildungsmöglichkeiten für Geflüchtete an, um die Chancen für diese Personen am Arbeitsmarkt perspektivisch zu erhöhen.

Die Betreuung der Geflüchteten erfolgt am Institut über ein Patenmodell, das vor Ort bedarfsorientiert ausgestaltet wird. Diese zusätzliche Beschäftigung und Betreuung von Geflüchteten ist nur durch die Projektförderung der Länder möglich. Eine Projektförderung erfolgt derzeit in den Ländern Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen.

Interessierte können sich für ein Praktikum oder eine Ausbildung zentral bewerben unter folgender Mail-Adresse: integration@zv.fraunhofer.de

Die Bewerbung muss einen Lebenslauf und Nachweise / Zeugnisse über bereits absolvierte Ausbildung(en) oder Berufserfahrung  enthalten (soweit vorhanden übersetzt auf Deutsch und beglaubigt). Ergänzend sollte mitgeteilt werden, ob ein Antrag auf Gewährung von Asyl bereits entschieden wurde und wie der Aufenthaltsstatus folglich ist. Eine Angabe, welches Institut in Frage kommt, ist erwünscht. Eine Übersicht über unsere Institute ist hier zu finden.

 

Präambel der »Wissenschaftsinitiative Integration«

Die vier großen Wissenschaftsorganisationen Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft sind sich ihrer Verantwortung zur Unterstützung eines weltoffenen gesellschaftlichen Klimas in Deutschland bewusst. Schließlich sind die Wissenschaft und deren Einrichtungen grundsätzlich immer auch Orte der Internationalität und kulturellen Vielfalt. Angesichts der aktuellen Herausforderungen, die die große Zahl zufluchtssuchender Menschen für die deutsche Gesellschaft bedeuten, bedarf es über das bereits existierende, zivilgesellschaftliche Engagement an Einrichtungen der Wissenschaftsorganisationen hinaus zusätzlicher neuer und koordinierter Ansätze für die Unterstützung geflüchteter Menschen.

Mit einer gemeinsamen Initiative wollen die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Leibniz-Gemeinschaft und die Max-Planck-Gesellschaft anerkannte Flüchtlinge und asylberechtigten Menschen durch verschiedene Maßnahmen an ihren Einrichtungen die Integration in den Arbeitsmarkt erleichtern. Die Teilhabe an der Arbeitswelt ist eine wichtige Grundlage, um in Deutschland selbst Fuß fassen zu können. Dieses Ziel, geflüchteten Menschen durch Beschäftigung und Qualifizierung Perspektive in Deutschland zu geben, bildet das gemeinsame Dach, unter dem die drei Organisationen seit September 2015 in enger Kooperation ihren Missionen und Verfasstheiten entsprechend jeweils Konzepte entwickeln. Die erarbeiteten Maßnahmen werden seit 2016 umgesetzt und mit Leben gefüllt. Dabei profitieren die Forschungsorganisationen vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch und dem Abgleich ihrer jeweiligen Schritte. Ein weiteres gemeinsames Augenmerk gilt der Auseinandersetzung mit dem Thema auf Forschungsebene, um Politik und Gesellschaft bei den nötigen Integrationsleistungen der Flüchtlinge sowohl akut als auch langfristig zu unterstützen.