DEDAVE steht für »Deep Diving AUV for Exploration« und ist ein autonomes, tiefseetaugliches Unterwasserfahrzeug zur Erkundung des Meeresbodens. Es untersucht Seekabel, Pipelines, Rohstoffe oder Wracks und taucht bis zu einer Tiefe von 6000 Metern. Das Projekt des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB-AST in Ilmenau beeindruckt mit Features wie die Open-Frame-Architektur, der werkzeuglose Zugang zur Payload-Sektion und die schnelle Wiedereinsatzfähigkeit.
2017 wurde ein Lizenzvertrag mit der kanadischen Firma Kraken Robotics Inc. abgeschlossen, die DEDAVE als Grundlage für das eigene Thunderfish-Programm verwenden wird. Hinzu kommt ein Rahmenvertrag für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. Mit DEDAVE ist Fraunhofer der Durchbruch im Markt für Unterwasserrobotik geglückt, der bisher von ausländischen Firmen dominiert war.
Im Oktober 2017 wurden beim kommerziellen Einsatz von DEDAVE historische Flugzeugmodelle des Abfangjägers Avro Canada CF-105 im Ontariosee entdeckt. 2018 wurde DEDAVE für den Thüringer Innovationspreis nominiert.