Energie, Wasser, medizinische Versorgung – legen Cyberangriffe solche Infrastrukturen lahm, sind die Ausmaße enorm. Doch gerade für kleinere Versorgerunternehmen ist es oftmals schwer, sich und damit das gesamte System adäquat zu schützen. Vor allem für diese Zielgruppe vereinfachen Fraunhofer-Forscher Schutz und Risikobewertung.
Die Herausforderung: Im Zuge der Energiewende sind die Anlagen nicht nur direkt miteinander, sondern zunehmend auch über das Internet verbunden. Was energiepolitisch viel Sinn macht, bedeutet aus Sicht der Cybersicherheit große Herausforderungen und verlangt leistungsstarke Sicherheitslösungen. Für die Verantwortlichen in den Betreiberanlagen heißt das: Sie müssen die IT-Sicherheit jederzeit auf dem neuesten Stand und flächendeckend aufrechterhalten – und zwar nicht für eine zentralisierte Struktur, sondern für zahlreiche heterogene, regionale Unternehmen. Doch gerade für sie ist es oft schwierig, die Sicherheit zu gewährleisten.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI gibt zwar eine standardisierte Beurteilung – eine Art umfassender Fragenkatalog – vor, um Risiken zu identifizieren. Allerdings ist diese zu komplex für kleinere Unternehmen. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC arbeiten daher im Projekt MOSAIK daran, diese Bewertung zu verschlanken: »Wir vereinfachen das Experten-zentrierte Verfahren des BSI auf ein einfacheres Vorgehen, welches auch Fachanwender durchführen können.«, sagt Dr. Jörn Eichler, Abteilungsleiter am AISEC.
Langfristig soll es dann sogar möglich sein, vorab verschiedene Maßnahmen durchzuspielen und zu testen, wie hilfreich sie jeweils gegen die konkret ermittelten Bedrohungen sind, ohne den laufenden Betrieb zu stören.